MDK-Reformgesetz
Mit dem MDK-Reformgesetz werden alle MDK künftig einheitlich als eigenständige Körperschaften des öffentlichen Rechts geführt. Die Reform bringt auch eine neue Namensgebung mit sich: Der MDK Baden-Württemberg heißt ab dem 1. Juli 2021 „Medizinischer Dienst Baden-Württemberg“. Diese Webseite wird bis 1. Juli 2021 überarbeitet – und ist danach erreichbar unter der Adresse www.md-bw.de. Unsere Aufgaben bleiben jedoch bestehen: Wir leisten auch weiterhin unseren Beitrag für eine gute und gerechte Gesundheitsversorgung der Menschen. Welche Änderungen der Reformprozess im Detail mit sich bringt, lesen Sie hier.
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Engagiert für eine gute Versorgung

Ob beim Arzt, im Krankenhaus oder im Pflegefall: Gesetzlich Versicherte sollen sich stets auf eine gute Gesundheitsversorgung verlassen. Das gelingt nur dann, wenn die Mittel gerecht und verantwortungsbewusst eingesetzt werden. Der Gesetzgeber hat daher bestimmt, dass die Leistungen „das Maß des Notwendigen nicht überschreiten“ dürfen. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) Baden-Württemberg setzt sich dafür ein, dass die Menschen eine Behandlung, Therapie oder Pflege erhalten, die dem medizinisch-technischen Fortschritt entspricht – und gleichzeitig wirtschaftlich gegenüber der Solidargemeinschaft vertretbar ist.

Im gesetzlichen Auftrag unterstützen und beraten wir die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in medizinischen und pflegefachlichen Fragen. Unsere gutachtlichen Stellungnahmen dienen dazu, dass die Kranken- und Pflegekassen leistungsrechtliche Entscheidungen treffen können.

Der Medizinische Dienst ist zum Beispiel aktiv, ...

  • ... wenn der Grad der Pflegebedürftigkeit festgestellt wird,
  • ... wenn es um die Qualität einer Pflegeeinrichtung geht,
  • ... wenn ein Behandlungsfehler vermutet wird,
  • ... wenn eine Rehabilitation ansteht oder ein spezielles Hilfsmittel eingesetzt werden soll,
  • ... wenn Beschäftigte längere Zeit arbeitsunfähig sind,
  • ... wenn es Unklarheiten bei Krankenhausabrechnungen gibt.

Darüber hinaus beraten wir die gesetzlichen Krankenkassen in grundsätzlichen Fragen, wie der medizinischen Qualitätssicherung oder der Bewertung neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden.

In ihrer medizinisch-fachlichen Bewertung sind unsere Gutachterinnen und Gutachter per Gesetz unabhängig: Sie sind nur ihrem ärztlichen und pflegefachlichen Gewissen unterworfen.

Zusammen mit einem Auftrag stellen die Krankenkassen dem Medizinischen Dienst die ihnen vorliegenden Informationen zur Verfügung. Dann wird entschieden, ...

  • ... ob eine sozialmedizinische Einzelfallberatung oder -begutachtung durchzuführen ist,
  • ... ob eine körperliche Untersuchung oder Krankenhausbegehung erforderlich ist,
  • ... ob weitere medizinische Unterlagen zur sachgerechten Beurteilung erforderlich sind.

Ist für die Leistungsentscheidung der Krankenkasse eine kurze Stellungnahme ausreichend, geben unsere Gutachterinnen und Gutachter diese entweder mündlich mit Ergebnisdokumentation oder schriftlich ab. Erfordert es die Fragestellung, werden fundierte sozialmedizinische Gutachten erstellt.